Die Regionen

01. APULIEN

Apulien, Gargano, Salento: Eine der schönsten Regionen Italiens
Apulien – das ist der italienische Süden mit einem Hauch von Orient. Mehr als nur Trulli und Castel del Monte. Apulien ist ein Paradies für Feinschmecker und Aktivurlauber. Die schönsten Landschaften halten im Norden der Gargano mit den Isole Tremiti und im Süden der Salento bereit. Aber auch Kulturell hat die Region einiges zu bieten. Steinzeitgrotten, Tropfsteinhöhlen, Normannendomen, Stauferburgen und bei zahlreichen Bauwerken sieht man das barocken Fantasien keine Grenzen gesetzt waren.

Im Itria-Tal weiter im Süden bei Taranto fallen die vielen weiß gekalkten runden Häuschen auf, mit ihren Dächern, die wie Zipfelmützen aussehen. Besonders in Alberobello findet man viele solcher Trulli-Häuser. Bereits seit 1000 Jahren blühen Zitronen- und Orangenbäumen in den Tälern des Gargano: anfangs nur Bitterorangen, seit dem 17. Jahrhundert auch süße Varianten wie La Dureta, La Bionda und Il Melangolo. Diesen Früchten verdanken unsere Liköre ihren unverkennbaren Geschmack.

02. KAMPANIEN

Amalfiküste, Neapel, der Vesuv und das Meer Kampanien meint die schönsten Küsten der Welt, eine märchenhafte Landschaft, den Duft von Blüten und Zitronen, kristallklares türkisfarbenes Meer, romantische Buchten und vieles mehr.

Neapel, eine Großstadt auf gelben Tuffstein erbaut, die man erlebt haben muss. Von Nepael aus kann man bei klarem Wetter auf die Inseln Capri, Ischia und Procida sehen, die allesamt jedenfalls einen Besuch wert sind. Drohend ragt der Vesuv hinter Neapel 1277 m über das nahe Meer hinaus. Bis in 1000 m Höhe kann man mit dem Auto hinauffahren, von da aus erreicht man die beiden Gipfel des Monte Vesuvio und des Monte Somma zu Fuß. Der Krater des Monte Vesuvio ist aktiv, durch den vulkanischen Boden ist das gesamte Land äußerst fruchtbar. Es gibt drei Ernten im Jahr und an den Hängen des Vesuvs wird auch Wein angebaut.

Bereits in der Antike spielte Pompeji eine bedeutende Rolle. Sie wurde 600 v.Chr. gegründet und war nacheinander von Oskern, Etruskern, Samniten und den Römern bewohnt. Während des Römischen Reichs war Pompeji eine reiche Stadt. Im Forum, dem Stadtkern, befanden sich zahlreiche Tempel, die als Verwaltungen, Theater, Markthallen sowie Thermen dienten - bis diese im Jahr 79 v.Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs vollkommen verschüttet wurden. Dieser Katastrophe ist es zu verdanken das wir heute dort, in der mittlerweile wieder großteils freigelegten Stadt einen Einblick in das Leben vor 2000 Jahre bekommen können.

Die abwechslungsreiche Landschaft der sorrentinischen Halbinsel mit ihren Terrassengärten, Bergen und Steilklippen zieht schon seit Jahrhunderten Besucher aus aller Welt an. In duftenden Gärten werden aromatische Zitronen angebaut, die durch das milde Klima zu einer beachtlichen Größe heranreifen. Der bekannteste Ort der sorrentinischen Halbinsel ist Sorrent, der sich traumhafte auf den weißen Steilklippen über den Golf von Neapel erhebt.

Amalfi ist die älteste Seerepublik Italiens und erlebte ihre Glanzzeit im 10. und 11. Jahrhundert. Auf dem Domplatz von Amalfi schlägt das Herz des pulsierenden Küstenortes mit kleinen Geschäften und netten Cafes. Über eine majestätische Treppe gelangt man zu dem im Jahr 937 erbauten prächtigen Dom St. Andrea von Amalfi mit Kreuzgang und Museum.

03. LATIUM

Latium, benannt nach dem Stamm der Latiner, mit seiner Hauptstadt Rom bildete das Kerngebiet des Römischen Reiches. In Rom, der ewigen Stadt, zeugen heute noch Bauten wie das Colosseum oder die zahlreichen Obelisken von der Weltmacht und dem kulturellen Reichtum dieser Ära.

Der Kirchenstaat Rom mit dem Petersplatz in seiner Mitte ist jedenfalls einen Besuch wert. Vermeintlich weniger bekannt sind die zahlreichen Sehenswürdigkeiten im restlichen Latium. Idyllische Vulkanseen, romantische Schluchten sowie ganze Gebirgszüge und Küsten sind hier ebenso zu nennen wie historische Sehenswürdigkeiten. Zahlreiche Klöster, inklusive der berühmten Abtei von Monte Cassino, sowie Albano Laziale, die älteste Stadt des Latiums warten ebenso darauf entdeckt zu werden, wie die Provinzhauptstädte Viterbo, Rieti, Latina und Frosinone.

04. MOLISE

Die Provinz Molise, erst seit 1963 eigener Verwaltungsbezirk, dehnt sich über den Apennin bis zum Adriatischen Meer aus. Beim Besuch dieser wenig bekannten Region hat man das Gefühl auf Entdeckungsreise zu sein, angefangen bei der vorherrschenden Gebirgs- und Hügellandschaft, die von den charakteristischen „Tratturi“ durchzogen wird, den alten Schaftrecken der Transhumanz, die von den Abruzzen bis nach Apulien führen

Der Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise offenbart unerwartet schöne Landschaften, während die zahlreichen Naturschutzgebiete die einheimische Tier- und Pflanzenwelt bewahren. Die Küste bietet Sandstrände inmitten der einzigartigen Mittelmeervegetation und wird von wunderschönen kristallblauen Fluten umspült. Man kann die tausendjährige Geschichte und Kultur dieser Region entdecken, wenn man die archäologischen Ausgrabungen, die Abteien, die zahlreichen Burgen und kleinen Dörfer der Region besichtigt. Das Fortbestehen alter Traditionen, andernorts längst ausgestorbener Handwerke und der entsprechenden Erzeugnisses ist ein unverkennbares Merkmal dieser Region, die auch als „kleine alte Welt“ bezeichnet wird.

Campobasso, eine geschichtsträchtige Stadt voller Kulturschätze, wird vom Schloss Manforte überragt.  Interessant ist auch die Altstadt von Isernia mit dem aus dem 2. Jh. stammenden Brunnen und den am Stadtrand befindlichen Ausgrabungen. Einen Besuch wert sind auch zwei kleine Orte, in denen bis heute alte Handwerkstraditionen fortleben: das für den Glockenbau für große Kirchen in aller Welt bekannte Agnone und Scapoli, der Ort der Dudelsäcke, der diesem Musikinstrument auch ein Museum gewidmet hat.

Termoli, eine touristische Hafenstadt mit einem gewaltigen Hohenstaufer-Schloss und einem romanischen Dom, sowie Venafro mit dem Schloss Pandone, der romanisch-gotischen Kathedrale und archäologischen Ausgrabungen aus der römischen und vorrömischen Zeit sind ebenfalls sehenswert. In der Region gibt es zahlreiche Schlösser wie das von Pescolanciano, Abteien und Wallfahrtskirchen wie die Benediktinerabtei San Vincenzo in Volturno, die Wallfahrtskirche Addolorata von Castelpetroso und die Wallfahrtskirche von Canneto in Roccavivara.

Die Region bietet auch zahlreiche einzigartige Gerichte: von den Maccheroni alla chitarra (Gitarrennudeln) und Pallotte cacio e uova (Bällchen aus Käse und Ei) über Pasta e Fagioli und Polenta bis hin zu Lammfleisch und Turcinelli (gerösteten Lamminnereien). Unter den Produkten stechen Olivenöl, Trüffel aus Isernia und Hartweizennudeln hervor. Wichtig sind auch Milchprodukte, vor allem der Caciocavallo und die Stracciata aus Agnone und dem Hochland, Fior di latte aus Boiano, Büffelmozzarella aus Venafro, Schafskäse aus Matese. Die lokalen Weine sind von hervorragender Qualität, unter ihnen der Biferno und der Pentro. Den Ehrenplatz unter den Süßspeisen nimmt die Mostarda d’uva (eine typische molisanische Marmelade) ein, während Cauciuni (gefüllte Taschen mit Kichererbsen), Ostie farcite (gefüllte Oblaten mit Nüssen und Mandeln), Peccellate (gefüllte Kekse mit gekochtem Wein und Marmelade) und Cippillati (gebackene, mit Sauerkirschen gefüllte Ravioli) jede gute Mahlzeit beschließen.